Stiftung für Entwicklungsfreundliche Diagnostik und Pädagogik

Das entwicklungspsychologisch fundierte Diagnostikum BEP-KI

Was heißt und was ist BEP-KI

BEP-KI heißt: Befindlichkeitsorientiertes EntwicklungsProfil für normal begabte Kinder und Menschen mit Intelligenzminderung.

Es ist ein entwicklungspsychologisch fundiertes Instrument zur Erhebung des differenzierten Entwicklungsstandes. Es erfasst die aktuellen Kompetenzen eines Menschen in verschiedenen Entwicklungsbereichen bzw. Entwicklungsdimensionen. Die wichtigsten sind die

  • Sozio-Emotionalität incl. Angst- und Aggressionsentwicklung

  • Denkentwicklung

  • Sprachentwicklung

  • Entwicklung des Spiel- und Freizeitverhaltens

  • Entwicklung der lebenspraktischen Kompetenzen

Das Instrument ist als Fragebogen zur Fremdeinschätzung konzipiert, d.h. der Bearbeiter muss die einzuschätzende Person entweder selber gut kennen oder eine Bezugsperson befragen, die mit ihr vertraut ist.

Die theoretische Fundierung des BEP-KI basiert wie die EfB auf

  • der tiefenpsychologisch orientierten Entwicklungspsychologie (Mahler, Kaplan, Erikson),

  • der Bindungstheorie nach Bowlby,

  • den Entwicklungsaufgaben nach Havighurst und

  • der Theorie der kognitiven Entwicklung nach Piaget.

Die praxisorientiert ausgewählten Items stellen im Wesentlichen Operationalisierungen der theoretischen Inhalte dar. Eine gründliche Kenntnis der genannten Theorien ist daher erforderlich.

Das BEP-KI liegt in EDV-gestützter Version vor, was das Bearbeiten und die Auswertung erheblich erleichtert. Es gibt eine

  • Basis-Version, die die Einschätzung ermöglicht

  • Bild-Version, die die fertige Einschätzung Item für Item in eine Graphik überführt und damit die Auswertung visualisiert und die Interpretation erleichtert.

Zielsetzung

Das BEP-KI dient der Erhebung des differenzierten Entwicklungsstandes und der psychischen Stabilität, indem es die emotionale Befindlichkeit bei der Einschätzung berücksichtigt.

  • Es ermöglicht ein vertieftes und komplexes Verständnis für Menschen mit kognitiven und / oder emotionalen Entwicklungsproblemen, weil es die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Dimensionen und deren unterschiedliches Entwicklungsniveau differenziert betrachtet.

  • Es gewährt einen breit gefächerten Überblick über vorhandene Stärken und Schwächen und zeigt die Abhängigkeit von günstigen bzw. ungünstigen inneren resp. äußeren Faktoren, die es bei der Erhebung abfragt.

  • Als förderdiagnostisches Instrument dient es zur Planung von pädagogischen Maßnahmen.

  • Damit unterstützt es den Prozess der individuellen Beziehungsgestaltung und trägt so zur Entfaltung der Persönlichkeit und der psychischen Stabilisierung bei.

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